Ulf Schirmer

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Meldung der Oper Leipzig, 28. Mai 2015

35. DIENSTJUBILÄUM PROF. ULF SCHIRMER
INTENDANT UND GENERALMUSIKDIREKTOR DER OPER LEIPZIG

Der Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig und Künstlerische Leiter des Münchner Rundfunkorchesters Prof. Ulf Schirmer feiert am 1. Juni sein 35. Dienstjubiläum. Der 1959 in Eschenhausen bei Bremen geborene Dirigent begann seine Karriere als Repetitor am Nationaltheater Mannheim am 1. Juni 1980 und saß für die „Elektra“-Inszenierung der legendären Ruth Berghaus am Klavier.

Ulf Schirmer studierte am Bremer Konservatorium sowie an der Musikhochschule in Hamburg bei György Ligeti, Christoph von Dohnányi und Horst Stein. Ab 1982 war er Assistent des damaligen Wiener Staatsoperndirektors Lorin Maazel und Hausdirigent. Für die Wiener Staatsoper war in späteren Jahren als Konsulent beratend tätig war und ist dem Haus bis heute als Ganstdirigent verbunden. Von 1988 bis 1991 war er Generalmusikdirektor in Wiesbaden und von 1995 bis 1998 Chefdirigent des Dänischen Radio-Sinfonie-Orchester in Kopenhagen. 2000 wurde Ulf Schirmer zum Professor für musikalische Analyse und Musikdramaturgie an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen. Im Rahmen seiner Konzerttätigkeit arbeitete er mit den Wiener und den Berliner Philharmonikern, den Wiener und den Bamberger Symphonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de la Suisse Romande und dem Gewandhausorchester zusammen. Zahlreiche Engagements führten ihn außerdem zu den Bayreuther, Salzburger und Bregenzer Festspielen, an die Oper Graz, die Deutsche Oper Berlin, die Opéra Bastille Paris, die Mailänder Scala sowie an die Opernhäuser in Tokio, Genf und Israel.

Seit 2006 ist Ulf Schirmer künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Generalmusikdirektor der Oper Leipzig. Unter seiner musikalischen Leitung rücken insbesondere die Werke Richard Wagners und Richard Strauss’ in den Mittelpunkt des Repertoires. Mit der Spielzeit 2011/12 wurde Ulf Schirmer zum Intendanten der Oper Leipzig ernannt.

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Bregenzer Festspiele präsentieren den Sommer 2015

 

TurandotRichtfest04Copyright Bregenzer Festspiele/Dietmar Mathis (Elisabeth Sobotka und Marco A. Marelli)

Kunst fördert Kunst

Elisabeth Sobotka, die neue Intendantin am Bodensee, präsentiert ihr Programm

Die Bregenzer Festspiele starteten 1946 mit zwei Kieskähnen – einer für die Bühnenaufbauten von Mozarts Jugendwerk „Bastien et Bastienne“, der andere für das Orchester. In einer kleinen Stadt, die damals nicht einmal über ein Theater verfügte, schien die Idee, Festspiele abzuhalten, aberwitzig, doch die Notlösung, den schönsten Teil der Stadt – den Bodensee – als Bühne zu wählen, erwies sich als durchschlagender Erfolg. Von Beginn an bildeten die Wiener Symphoniker das Festspielorchester und haben bis heute großen Anteil an der Entwicklung und dem Erfolg des Festivals.

Eine neue Ära begann, als Alfred Wopmann 1983 die Leitung der Festspiele übernahm. Er erkannte, dass ein Zusammenspiel der Gegensätze die Bregenzer Festspielen zu einem Unikat machten. Die Kombination Seebühne und Festspielhaus, inmitten einem großartigen Naturambiente von See und Bergen, war zumindest in Mitteleuropa nicht zu überbieten. Sein Konzept, das auch sein Nachfolger David Poutney beibehalten hat, lautete: Opernraritäten im Festspielhaus und populäres Musiktheater auf der Seebühne. Doch Mittelpunkt ist immer der See; Wasser ist eine eigenständige Kraft, ein Element des Spirituellen, eine Spiegelfläche, die alles was auf ihr geschieht, testet. Die äußere Natur fordert die innere Natur, daher braucht Bregenz Künstler, die diese Natur akzeptieren und verstehen. Wer nur kommt, um sich selbst zu produzieren, der wird den Anforderungen nicht standhalten, wer sich Kraft seiner Berühmtheit vor das Kunstwerk stellen will, wird unglaubwürdig, denn PR-Kunst gibt es in Bregenz nicht.

Nun steht erstmals eine Frau ‚auf der Brücke‘ des imposanten Kulturunternehmens, das kürzlich zum Festival des Jahres gekürt wurde. Sie ist fest entschlossen das Festspielschiff auf Erfolgskurs zu halten. Elisabeth Sobotka ist viel herumgekommen, war an den Opernhäuser in Wien, Leipzig und Berlin (Staatsoper) in Führungspositionen tätig, zuletzt agierte sie als Geschäftsführende Intendantin der Oper Graz. Hier nun in Bregenz muss sie sich neben den künstlerischen Herausforderungen auch mit den Naturgewalten bekannt machen, wie Wasserstand, Gewitter, Windstärke. Auch das Singen draußen bei Wind und Wetter ist nicht jedermanns Sache, da gilt es die richtigen Sänger zu finden, denn man benötigt eine 3fache Besetzung für die Oper auf dem See, die zudem noch schwindelfrei zu sein hat.

Mit Puccinis “Turandot” als Seebühnen-Stück werden am 22. Juli die Festspiele eröffnet. „Nessun dorma“, eine der berühmtesten Arien für Tenor, wird sicherlich keinen im Publikum schlafen lassen. Zumal das imposante Bühnenbild von Regisseur Marco Arturo Marelli durchaus spannendes Musiktheater verspricht. 100.000 der 176.000 Eintrittskarten für “Turandot” in diesem Jahr sind schon verkauft oder gebucht. Ausverkauft sollten die 26 Vorstellungen auf der Seebühne schon sein, denn damit verdient man das Geld für das breitgefächerte Programm drinnen im Festspiel sowie für die Werkstattbühne. Die Festspiele müssen sich zu 80% selbst finanzieren, das bei einem Budget von 20 Millionen Euro, die öffentlichen Gelder wurden seit 1997 nicht erhöht. Wenngleich die Festspiele ein Aushängeschild für die gesamte Region Vorarlberg sind, man spricht von 174 Millionen Euro Einnahmen für die Wirtschaft, zeigt sich das Land so gar nicht generös.

‚Kunst fördert Kunst‘ ist das Motto der neuen Intendantin und somit hat sie auch im Festspielhaus große Oper eingeplant. Jacques Offenbachs “Hoffmanns Erzählungen” wird von dem Regisseur Stefan Herheim in Szene gesetzt. Michael Volle singt alle vier Teufelspartien. Die zeitgenössische Oper “Der Goldene Drache” von Peter Eötvös wird auf der Werkstattbühne zu erleben sein, wie auch Aufführungen von Mozarts “Così fan tutte” des neuen Opernstudios. Im Kunsthaus hat die Intendantin ein “Opernatelier” als Ideenbörse initiiert. Natürlich runden Orchesterkonzerte mit den Wiener Symphonikern das ungemein interessante Programm ab, in dem noch eine Meisterklasse mit Brigtte Fassbaender eingeplant ist und ein großes Kinder- und Jugendprogramm seit Jahren zur Selbstverständlichkeit geworden ist.

Für die Sommer 2017/2018 wählte die neue Intendantin schon Georges Bizets “Carmen” als Spiel auf dem See aus.

Copyright 2015 – Midou Grossmann

www.bregenzerfestspiele.com

Richard Wagner and Arthur Schopenhauer

Lecture in Mainz – Rathaus – September 18 – 2015 – Deutsch Indische Gesellschaft (DIG)

Fr   18  Sept.  2015    19. 00 Uhr

RATHAUS MAINZ, Valencia-Saal,  Eintritt frei

Interkulturelle Woche der Landeshauptstadt Mainz

Vortrag mit Musikbeispielen von

Midou Grossmann, Musikphilosophin, Journalistin, Wiesbaden 

Richard Wagner und Arthur Schopenhauer – Brüder im Geiste 

1854 beschäftigt sich Wagner mit Schopenhauers Buch ‚Die Welt als Wille und Vorstellung‘. „Große Klarheit und männliche Präzision‘ beeindrucken ihn sofort beim Lesen und Wagner erkennt, dass er Schopenhauers Gedanken schon längst umgesetzt hat. Er erkennt seinen Wotan als exemplarisches Beispiel für die von Schopenhauer vertretene These der Sublimierung des Willens durch Entsagung. „Die Musik ist so sehr, was alle Kunst zu sein strebt, nämlich Wiederholung der Welt in einem einartigen Stoff und daß, wer die Musik völlig erklärt, eben damit auch die Welt erklärt.“ (A.S.)  

M. Grossmann beschäftigt sich seit 1985 intensiv mit Wagner und hat viele seiner unveröffentl. Briefe eingesehen und ausgewertet. Im Mittelpunkt: ‚Der Ring des Nibelungen‘, der als karmische Erzählung gesehen werden kann.

 

http://www.dig-mainz.de/pics/pdf/prog15.pdf