Vedic Wisdom, Buddha und Western Philosophers! Richard Wagner und sein Frageverbot!

Foto Copyright Midou Grossmann – Gemälde Schloß Herrenschiemsee – König Ludwig Ausstellung 2019

Ich habe einen interessanten Aufsatz von Prof. Dr. Urs App (lehrt am International Research Institute for Zen Buddhismus at Hanazono University, Kyoto, Japan) über die Beziehung Buddhismus/Hinduismus gelesen, den ich hier nicht vorenthalten möchte.  Schon 1823 schreibt Graf von Lanjuinais im ‘Journal Asiatique’ über den Ursprung der Upanishaden (Oupnek’hat):

Es schließt ein beachtenswertes philosophisches System ein: 1. durch dessen Alter von 4000 Jahren***; 2. durch die immense Fläche der Länder, wo es bekannt ist und praktiziert wird, nämlich seit dem Altertum in Persien, Indien, Tibet, China und Japan, einigermaßen auch in der Tartarei…und vielen benachbarten Ländern; kurz, es ist der Grund der Religionen der Brahmanen und jener der Schüler des Buddha. Diese letztere nennt man in der Tartarei und im Tibet die Religion der Lamas; in China die Religion des Fo; im Königreich Siam jene des Sommonacodom, usw. Mit einem Wort: die Variationen des Indianismus erstrecken sich über fast 7.000 Meilen und decken fast ganz  Asien ab.

(*** Ich würde sagen, diese Philosophie ist viel viel älter.)

Schopenhauer schreibt in sein Notizbuch 1810/11:

“Nach sicheren Nachrichten erhielt aber der Monotheismus in Indien, der Wiege der Kultur u. zwar in sehr früher Zeit eine der merkwürdigsten Ausbildungen, die später hin über mehrere Nationen ausgebreitet wurde, ihren Elementen nach durch die Bibel zu uns gelangt ist, aber nach und nach mancherley Veränderung erhalten hat. Nach den ältesten Religionsbücher der Indier gibt es ein ursprüngliches selbstständiges Wesen das als Herr aller Wesen, aller Schöpfung vorherging.”

Ein französischer Philosoph schreibt im 19. Jahrhundert:

Die uralte Gotteskunde der Brahmanen, welche Gott in ihrer Sprache auch ‘OUM’ nennen, sei unter dem Namen ‘doctrina orientalis’ via Persien in den Mittelmeerraum gelangt und damit auch zu den Ägyptern, Juden und den Philosophen Griechenlands und Rom.

Richard Wagner und das Frageverbot in Lohengrin:

Der Komponist und sein Freundeskreis lasen mit großem Interesse indische Schriften und das Wissen um die Wiedergeburt war eine Selbstverständlichkeit.

Das Mahabharata beginnt mit einem Frageverbot. Ein König sieht eine geheimnisvolle Frau (Ganga) aus dem Fluß auftauchen, er will sie unbedingt heiraten, sie verlangt dafür keine Fragen, egal was sie tut.

Nun, sie tötet jeden der 7 Söhne nach der Geburt – beim achten Sohn kann der König nicht mehr schweigen, er verlangt eine Antwort. Sie erzählt ihm, dass beide sich schon im Astralreich getroffen und verliebt haben, ihr Vater – ein Gott – ist nicht erfreut. Dennoch flirten sie, der Vater versteckt sie vor dem Verehrer, doch der König – in einer anderen Inkarnation – zieht sie mit seiner Sehnsucht wieder in seine Nähe. Nach der Erklärung muss sie nun entschwinden, nimmt den 8. Sohn auch gleich mit, doch verspricht diesen, wenn er älter ist, dem Vater als Kronprinz zu senden….!!! Die zuvor geborenen Söhne waren Gangas ‘Schutzengel’, die durch sie geboren wurden und Ganga tötete sie gleich nach der Geburt, um ihnen das harte Dasein auf Erden zu ersparen. König Bharat bekam, ebenso wie Elsa, ein Frageverbot auferlegt, das er nicht einhalten konnte. Die Beiden mussten sich trennen!

copyright Midou Grossmann 2020

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Brother Anandamoy – SRF Los Angeles!