Betrachtungen 13. April 21

In Zeiten von Krisen und Tod, sollte man doch meinen, dass Menschen höhere Werte schätzen und suchen. Daher frage ich mich jeden Tag, warum die Klassik- und Opernwelt nicht auf humanitäre Werte drängt. Nein, im Gegenteil, was wir in Paris mit Aida erlebt haben, zeigte eine Gefühlskälte, die erstarren ließ. Und warum man Wagneropern seit Jahren umdeutet, ist mir ebenso unverständlich. Die Fotos vom neuen ‘Parsifal’ der Wiener Staatsoper legen nahe, dass hier vollkommen frei umgedeutet wurde, ohne auch nur eine Anweisung des Komponisten respektiert zu haben.
Warum muss nun die Oper Leipzig ausgerechnet die Persiflage des Rings von Vicco von Bülow aufführen? Ja, man kann mit Wagner glänzen, aber eine geistige Auseinandersetzung gibt es nicht mehr. Einfach bedienen ist das Motto! Und….Vicco von Bülow, der immer mit seiner Verwandschaft zu Hans von Bülow kokettiert hat, ist nun mal gar nicht dessen Vetter oder so ähnlich. Ich habe an einem eisigen Wintertag vor langer Zeit in der Universitätsbibliothek Bayreuth die Adelsregister angeschaut. Es gab eine familäre Verbindung im 13. Jhdt. Danach trennten sich die Wege! Vieles wird sich ändern müssen in der Zeit danach! https://www.facebook.com/events/297517515312841/