Paolo Carignani – Einblicke

Met him in Innsbruck – interesting as always. Glimpses into a life with music!

paolo carignani copyright paolo carignani

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The Art Of Conducting – Great Conductors Of The Past.

musicandom

Teldec Video 1.57 minutes – 1994 – YouTube as well

I just watched this as a video. Very interesting – the sound, the different technics, the metaphysical approach. So personal each, but the main topic which does come through is dedication and at the end someone does says: we all are alone here and music does give us a feeling of not being alone anymore. So important and true. Also interesting to see women in the orchestras. The first in Canada and Great Britain – Berlin and Vienna very belated, none seen yet in these days till 1965.

I liked best Reiner, Stokowski, Toscanani and Karajan. If there can be talked of best. Though Reiner’s baton has to be seen. Also interesting the German school, conducting mostly out of the wrist and with the eyes. Extreme here: Richard Stauss and at the other end of the scale Lenny (Bernstein).

Nowadays with all the hype about entertainment and social media this kind of artistically field is more important than ever before. Does the East have its tradition of spiritual rituals and introspection; the West has the tradition of music. Besides this there is often no place in our western society to go ‘inside’ for one or two hours, to converse with your higher self. This has nothing to do with the emotional stimulations most current media does deliver, no, good music – and I see good music everywhere when patterns of high frequencies overcome the dull and delusional emotional feeling in men – can uplift human beings and pull them above all kind of moods which block true creativity.

The classical music business tends to go strongly towards show and strong business management. Yes, orchestras are expensive to run, but music is as important as education or health. Society has forgotten this and it is time to provide tools for the people which do allow them to discover their very best and live a life free of welfare and dependencies. Overcoming hurt and sorrow by discovering a higher dimension of existence.

Midou Grossmann 2018

Der Bodensee – Was ein See alles erzählen kann

Foto Midou Grossmann

Kürzlich fuhr ich bei frühlungshaften Temperaturen mit dem Katamaran von Friedrichshafen nach Konstanz. Ein Segen diese Verbindung, zumal der Fahrplan stündlich angelegt ist. Sehr passend für eine spontane Reise über den See. Ein Katamaran liegt flach im Wasser und gleitet mit einer beachtlichen Geschwindigkeit dahin. Dieser Frühlingstag – Ende Januar – zeichnete die Landschaft in Pastel, leichte Nebelschwaden gaben dem Bild etwas aquarellhaftes. Träumerisch, fern der sogenannten Wirklichkeit, gleitet so die eigene Seele mit dem Schiff dem Ziel entgegen. Doch hatte man tatsächlich ein Ziel oder war es nur der Wunsch nach einer anderen Realität gewesen, der einem bewog über das Wasser zu fahren?

Der See erzählt viel von der Vergangenheit, gespeichert hat er in seinen Molekülen wunderbare Geschichen.  Auf dem Schiff ist man in der Gemeinschaft des Augenblicks verhaftet und es ergeben sich interessante Gespräche, wenn man dazu Lust hat. Die Silhouetten der vielen Kirchen grüßen im leichten Nebel. Ja, es sind immer die Kirchtürme, die harmonisch in der Landschaft stehen, dagegen erzählen die vielen Hochhäuser auf der deutschen Seite trotzig von der Gegenwart und deren Prioritäten. Und doch bestätigen alle Reisenden, dass der Bodensee etwas Besonderes sei; ‘aufgehellt’ verlassen die meisten das Schiff.

Heilig, heil….

Interessant, das spirituelle Dreieck, das den See umspannt. Damit gemeint ist der Bregenzer Gebhardsberg, Konstanz mit seinem Münster und Petershausen sowie die Basilika Weingarten. Alle drei Orte sind verflochten: der Welf Konrad, Bischof von Konstanz (um 900 – 975), kam von Altdorf, heute Weingarten. Er wurde schon zu Lebzeiten als besonderer Mensch verehrt. Sein Neffe Gebhard (949-995), aus der Linie der Grafen von Bregenz/Winterthur, wurde von ihm erzogen, da die Mutter dessen Geburt nicht überlebte. Er wurde mit 29 Jahren Konrads Nachfolger, in Mainz von Kaiser Otto zum Bischof geweiht. Gebhard entstammte dem bedeutenden alemannischen Geschlecht der Udalrichinger

Beide adlig geborene Kirchenmänner benutzten ihr Vermögen und Erbe zum Wohle der Armen und Kranken. Sankt Gebhard gründete das Kloster Petershausen in Konstanz, geografisch gesehen liegt es ziemlich genau auf einer Linie mit der ehemaligen Burg Hohenbregenz, heute Gebhardsberg mit der Wallfahrtskirche Bregenz.

Kloster Petershausen ist mittlerweile zu einem Museum geworden, Zerstörungen in der Reformationszeit haben nicht viel vom Ursprung gelassen. Die Klosteranlage in Weingarten ist zur Zeit ohne Mönche, man sucht dringend eine ‘Nachfolge’. Allein das Kloster Mehrerau in Bregenz agiert noch mit unmittelbarer geistiger Kraft. Doch auch hier fehlt der Nachwuchs.

Man kann die frühere Zeit immer noch erahnen, wenn man auf dem See unterwegs ist. Dreimal war der Hl. Konrad in Jerusalem, viele Male in Rom. Das gilt auch für den Hl. Gebhard. Man wundert sich über die enorme Reisetätigkeit im frühen Mittelalter. Auch international war der Bodensee mit seinen Fürsten eine Region, die hohes Ansehen verzeichnen konnte. So holte sich Welf IV (1030/1040 – 1101) seine zweite Gemahlin in London. Warum es ausgrechnet Judith von Flandern sein musste, die Kusine Wilhelm des Erobers und Halbschwester des Graf Balduin V von Flandern, die mit ihren 44 Jahren schon Witwe war und zwei erwachsene Söhne hatte, ist nicht bekannt. Doch brachte sie die Heiligblut-Reliquie mit nach Weingarten. Vielleicht war es ja Liebe. Sie gebar dem kinderlosen Welfen noch drei Nachkommen.

Das Bodenseeufer der Schweiz ist der Legende nach immer noch in einen Lichtkreis des Bruder Klaus’ (Niklaus von Flühe, 1417 -1487) gehüllt, dem Schutzpartron des Landes, der die Schweiz auch während den beiden verheerenden Kriegen im letzten Jahrhundert beschützt haben soll. Die Berge trotzten zudem diesen kriegerischen Ereignissen.

All das hat der Bodensee erlebt, und wer während einer Schifffahrt mit dem Herzen ‘hört’, dem kann noch Vieles mehr erzählt werden, über sich selbst und über die aktuelle Zeit. Es wäre wünschenswert, dass sich die Bodenseeregion mit Bezug auf die alten Traditionen spirituell erneuern würde, um Zeichen zu setzen für ein neues, humanitäres Europa.

Midou Grossmann 2018

Another version 🙂 !

https://madere.de/2018/01/29/der-bodensee-bietet-geschichte-und-geschichten-waehrend-einer-fahrt-mit-einem-katamaran-von-friedrichshafen-nach-konstanz/

 

 

3x Ring-Zyklus der Oper Leipzig 2018

PM_Oper Leipzig_Der Ring des Nibelungen_Januar 2018

Ulf Schirmer_Dirigent 2013_Foto Kirsten Nijhof (2) (2)

Foto Ulf Schirmer – Oper Leipzig – Kirsten Nijhof 2013

Am Wochenende startet der erste Zyklus mit ‘Rheingold’. Noch zwei weitere Male ist der gesamte ‘Ring’ dann in dieser Spielzeit in Leipzig zu erleben. Es dirigiert natürlich der Hausherr: Intendant/GMD Ulf Schirmer. Kluge Kombination, immer mit dem Puls der Musik verbunden.

Wieder ein Buch in Sachen Oper

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Franz Liszt/Lehmann Gemälde

In einem Verlag namens Apfel erschien kürzlich eine Abhandlung über ‘Die manipulierte Oper’, Autoren: die bekannte Sopranistin Ileana Cotrubas und ihr Ehemann Manfred Ramin. Eine Buchbesprechung im ‘Neuen Merker’ kommt zu dem Schluss, dass man nichts ändern könne an den vielen ‘verdrehten’ Opernaufführung, die aktuelle Opernlobby sei doch zu stark.

Tja, solche Schlussfolgerungen sind immer sehr einfach. Natürlich haben die coolen Intendanten, die studierten PR- und Marketingmanager, schon lange die Humanisten in den Intendantenbüros abgelöst, was konform mit fast allen Bereichen des Daseins zu sein scheint, denn die Schieflage in vielen Opernhäuser spiegelt sich in allen Institutionen der Gesellschaft wieder. Wo hätten heute geniale Quereinsteiger wie Richard Wagner, Franz Liszt, Ludwig van Beethoven, das Mozartl usw. noch eine Chance? Dabei kann man Genie nicht studieren, das musikalische Handwerk schon, doch die kreative Inspiration fließt anderweitig ins Gehirn, falls vorhanden. Auch das Herz spielt hier eine wichtige Rolle, doch das scheint kräftig verrutscht zu sein, Herz ? – nicht erlaubt auf der Bühne!

Aber zurück zur Oper. Egal, ob modern oder zeitkonform mit der Entstehungszeit auf die Bühne gebracht, die Aufführung sollte eine atmosphärische Dimension kreieren, die den Zuhörer unwillkürlich in ein höheres Bewusstsein führt. So kann ein Drama angenommen und verstanden werden. Wer allerdings die niedrigen Instinkte auf der Bühne hofiert, bewirkt gar nichts, außer Ablehnung derer, die diese Instinkte nicht leben wollen und Begeisterung derer, die das Absurde hofieren.

Oper hat viel mit dem griechischen Drama zu tun, welches eine Katharsis zum Ziel hat, ein seelisches Erleben, somit eine Reinigung der Gefühle bewirken kann. Musik besitzt die starke Kraft innerste Schichten der menschlichen Seele zu erreichen. Natürlich müssen die Mitwirkenden einer Opernaufführung auch verstehen und es umsetzen können. Im Allgemeinen ist die Klassikbranche in einer Krise. Auch die zeitgenössischen Komponisten sind nicht mehr in der Lage große Werke zu erschaffen. Sehen wir doch zu genüge Kompositionen von zehn bis zwanzig Minuten im Repertoire, wenn man dagegen an einen Bruckner denkt!!! Franz Liszt gab seinem ‘Christus’-Oratorium 3 Stunden Raum und Klang. Wagners Opern sind noch länger, niemand hat sich je darüber beschwert, doch nun wird auch der ‘Ring’ auf 60 Minuten geschrumpft, Fast Food, unverdaulich!

Ich gebe die Hoffnung nicht auf und behaupte, dass diese Entwicklung nur ein kleiner absurder Entreakt in der künstlerischen Geschichte der Menschheit sein wird. Es geht aufwärts, es muss aufwärts gehen. Man muss nur die Angst überwinden einer starken Lobby die Stirn bieten. In diesem Sinne: Ein gesegnetes Neues Jahr 2018!

Copyright Midou Grossmann 2017

 

 

A Great One Left Us

It does seem that Dmitri H. is the only topic on FB since his passing on November 22. A ceaseless outcry of mourning from music lovers all over the world – maybe only comparable with the reactions after Herbert von Karajan’s passing or the shooting of President Kennedy.

This video does show again his tremendous musical mastership and charismatic impact. Together with his enormous charisma and higher sense of being when on stage, he was a rare gift. He did prove that opera is not dead or outdated. The power of music was shown in each of his performances. His singing did flow straight out from his higher self into the hearts of the listeners.

During his tragic sickness he became even stronger and never gave up. This video also does show that concerts can be as strong as opera on stage. With his concerts he could touch even more people on a personal level.

He will be missed, but his art does give hope and opera will never be dead or outdated.

Please check more on Youtube and you will find part of his legacy. He could sing all styles and composers…(even Wagner, but just in concert).

 

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Text and Photo Copyright Midou Grossmann