Natur und Musik – Worry Less

 

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Am 3.6.2017 findet ab 14 Uhr ein Nachmittag mit Musik in der schönen und regenerierenden Landschaft des Hochtaunus statt. ‘Forest Bathing’, zudem lernen Sie Entspannungsmethoden und erfahren mehr über die spirituellen Hintergründe der Opern Richard Wagners. Programm siehe Link oben – Gehen Sie auf Entdeckungsreise!

U M  A N M E L D U N G  W I R D  G E B E T E N ! Bis zum 30.5.2017 – Bezahlt werden kann der Eintritt am Veranstaltungstag.

midou_grossmann@yhaoo.de

 

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Richard Wagner’s ‘Tannhäuser’ the French Version from 1861

For the first time, after the three performances in Paris 1861, there was a staging of this version, supervised by Richard Wagner himself, at the Opéra of Monte Carlo.

http://weltexpress.info/hehre-liebe-und-erloesung-durch-leid-oder-ein-wagner-special-opera-de-monte-carlo-zeigt-tannhaeuser-pariser-fassung-auf-franzoesisch/

 

Classical Music is more than just entertainment

Indian Wisdom : The sanskirtans or musical gatherings are an effective form of yoga or spiritual discipline, necessitating intense concentration, absorption in the seed thought and sound. Because man himself is an expression of the Creative Word, sound exercises on him a potent and immediate effect. Great religious music of East and West bestows joy on man because it causes a temporary awakening of the spinal centers, he does therefore remember his divine origin.

Wiener Concert-Verein auf Reisen

http://kulturexpresso.de/

http://kulturexpresso.de/wiener-concert-verein-auf-turbulenter-konzertreise-in-italien/ Always a pleasure to see and hear these musicians in action. Music is like a 7th sense, one can go far in spirit, Music does uplift, cleanse, heal, comfort and give new energy. Much more could be added. A pity that this field of art is also trending so much towards Showtime. Helas things will change eventually. Just listened to Beethovens 1st symphony. A true uplifter, a kind of Western Raga. He knew what he was doing Mr. B.

 

 

Eine Erinnerung – Lohengrin in Venedig

Dieser Tage fand ich den Besetzungszettel einer hervorragenden Lohengrin-Premiere am 11.6.1988 in Venedig. Er war an meine wohl erste Rezension – noch per Schreibmaschine – geheftet. Nun sind schon fast 30 Jahre vergangen und ich erinnere mich an alle Details bildlich ganz genau, auch dass ich aus einer engen Gasse auf die Piazza vor dem Fenice kam und dort saßen an einem langen Tisch die Sänger beim Abendessen. Gustav Kuhn schwang sich gerade auf sein Motorrad und brauste in die Nacht. Ich wurde eingeladen Platz zu nehmen und am nächsten Tag durfte ich in die Generalprobe.

Hier meine Rezension – fast unverändert – alte und neue Rechtsschreibung vielleicht nicht ganz konsequent kopiert.

GRAN TEATRO LA FENICE VENEZIA

Lohengrin – Richard Wagner

Juni 11, 14,16,18,20 – 1987 

König Heinrich – Hans Sotin

Lohengrin – Peter Hofmann

Elsa – Ana Pusar (11./14.6.) Karin Loyée

Telramund – Franz Ferdinand Nentwig

Ortrud – Gail Gilmore/Janis Martin (16.6.)

Heerrufer – Eike Wilm Schulte

Dirigent – Gustav Kuhn

Regie, Bühnenbild, Kostüme – Pier Luigi Pizzi

Chorleiter – Ferruccio Lozer

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Venedig und sein Teatro la Fenice bildeten eine prächtige Kulisse für die Neuinszenierung des ‚Lohengrin‘. Leider setzte der Regisseur, Bühnenbildner und Kostümverantwortliche Pier Luigi Pizzi diese Atmosphäre nicht szenisch um, denn der Grundton aller Szenen war Grau, mit Nuancierungen in Schwarz, Weiß, Gold und Silber. Zwar sehr gut durchgestylt, unterstützte diese kalte Pracht allerdings nicht immer die Stimmung der Musik, welche das Orchester unter Leitung von Gustav Kuhn mit leidenschaftlicher Hingabe zum Klingen brachte. Es gab viele schöne Momente von fast perfekter Klangschönheit und Cosima Wagners Worte: „Keine sinnliche Schwelgerei, sondern klangvolle Gefühlsexpansion“, waren hier vorbildlich verwirklicht worden.

Im Besonderen ließ der zweite Akt immer wieder aufhorchen, denn die Szenen Telramund/Ortrud sowie Elsa/Ortrud wurden überraschend nuancenreich und hochmusikalisch musiziert, zudem von F. F. Nentwig, Gail Gilmore und Ana Pusar grandios gesungen, das war schon ein außergewöhnliches Erlebnis, immer blieben Orchester und Gesang melodisch. Gail Gilmore hatte ihre Stimme gut im Griff, auch schauspielerisch wirkte sie immer überzeugend.

Peter Hofmann, den man hier in Bestform erleben durfte, ist so immer noch der ideale Wagnerinterpret, denn seine außerordentliche Bühnenpräsenz bleibt weiterhin unerreicht. Die italienische Presse sprach begeistert vom ‚il grande tenore Peter Hofmann‘.

Hans Sotins Darstellung von König Heinrich kann nur nobel und souverän bezeichnet werden. Gesanglich auch er wunderbar belkantesk, wie alle Sänger an diesem Abend. Einen hervorragenden Heerrufer sang Eike Wilm Schulte. Diese Partie, die oft unterbesetzt ist, wurde hier mit wunderbaren musikalischen Bögen gesungen.

Ana Pusar und Karin Loyée (erlebte ich am 20.6.), die beiden Elsas, hatten es nicht leicht inmitten dieser grandiosen Sängerriege, lösten ihre Aufgabe doch befriedigend. Der Chor, mit Extrachor aus Deutschland, konnte sich mit dem aller großen Häuser messen. Intensives Proben brachte eine fast festspielreife Leistung. Auch die Fanfareneinsätze wurden immer wieder geprobt und klangen aus verschiedenen Ebenen des Hauses sehr homogen. Das gesamte Team war vollständig drei Wochen für die Probenarbeit anwesend.

Eine zurückhaltende Regie versuchte immer wieder romantisch lyrische Aspekte einzubauen, liebevolle Details herauszuarbeiten, aber das unglückliche GRAU des Bühnenbildes verschluckte diese Ansätze allzu oft. Die Handlung spielt in all Akten in demselben Grunddekor, einem geschlossenen Raum, eine Halle, die auch an ein Tribunal erinnert. Lohengrins Auftritt gehörte allerdings zu den schönsten Momenten des Abends. Während Elsas Gebet öffnen sich im in der Wand zwei große Flügeltüren und dort erscheint Lohengrin, aufrecht stehend, mit Profil zum Publikum, in einer Gondel, gezogen von einem wunderschönen weißen Schwan. Nebelschleier umwogen Lohengrin, das gesamte Bild wird dann noch in gleißendes Licht getaucht. Lohengrin, ganz in Weiß, trägt einen majestätisch wallenden Mantel mit Schleppe. Elsa trägt ebenfalls Weiß, im Gegensatz zu Ortrud und Telramund, die beide Schwarz tragen. Interessant auch, dass Elsa und Ortrud immer dasselbe Gewand tragen, nur in unterschiedlichen Farben.

Im dritten Akt ist dann ein sehr kahles Brautgemach zu sehen. Ein dunkler Kasten zwischen vier dunklen Säulen, die schon im zweiten Akt den Eingang zum Münster markierten. Elsa wird hier von der Regie gänzlich vergessen und nur der Routine Peter Hofmanns ist es zu verdanken, dass sich in dieser Szene Spannung aufbauen kann.

Lohengrin entschwindet am Schluss der Oper wieder majestätisch mit seiner goldenen Gondel, nachdem er den Schwan noch in Gottfried von Brabant verwandelt hat. Im identischen Kostüm wie Lohengrin erscheint der Knabe eine weiße Taube tragend, die er Lohengrin übergibt. Ortrud und Elsa stürzen sehr dramatisch zu Boden, man darf annehmen, dass es nicht nur um eine Ohnmacht handelt.

Stürmischer Applaus, gerechterweise nur für die Sänger, das Orchester sowie den Chor.

 

Besuchte Vorstellungen: 11. und 20. Juni 1987 – auch durfte ich die Generalprobe erleben. Venedig war in der Premierenzeit ein Traum, da wegen einem politischen Event die Stadt für Tagestouristen gesperrt wurde.

Midou Grossmann 1987 – Copyright 2016

Memorial Page for Peter Hofmann
https://peterhofmannstartenor.wordpress.com/