Der Sänger und die innere Stimme

Auch heute nocht ungemein wichtig!

Richard Wagner über den Tenor Ludwig Schnorr

1857 erzählte  der Tenor Josef Tichatschek Richard  Wagner von dem hochbegabten jungen Tenor Ludwig Schnorr. Zudem wurde aber auch berichtet, dass der junge Künstler an einer ihn entstellenden Fettsucht leide. Im Sommer 1861 weilt Richard Wagner in Karlsruhe, wo Schnorr als Gast den Lohengrin sang. Ganz inkognito wollte er die Vorstellung besuchen und schnell wieder abreisen. Doch schon nach dem ersten Auftritt des Sängers änderte sich sein Gefühl und er spürte sofort den Zauber des jungen Künstlers. Es kam zu einem Treffen, Schnorr reiste im folgenden Jahr auch nach Wiesbaden/Biebrich und wurde dort schon von Richard Wagner mit dem Tristan vertraut gemacht.

Wagner schreibt später in seinem ‚Braunen Tagebuch‘ am 03. Mai 1968: Die Unerschöpflichkeit einer wahrhaft genialen Begabung war uns so recht begreiflich aus unsren Erfahrungen an dem Stimmorgane Schnorr’s klar geworden. Dieses Organ, voll, weich u. glänzend, machte, sobald es zum unmittelbaren Werkzeug der Lösung einer geistig vollkommenen bewältigten Aufgabe zu dienen hatte, auf uns eben jenen Eindruck der wirklichen Unerschöpflichkeit.

Was kein Gesangslehrer der Welt lehren kann (*), fanden wir einzig bei ihm. (…) Die musikalische Seele des Organs muss entwickelt werden. (…) Entgegen der alten italienischen Schule der Kastraten sucht die neuere Musik, unter der unweigerlich anerkannten deutschen Tonkunst, namentlich durch Beethoven, zu der Höhe wahrer Kunstwürde, nicht nur das Sinnlich-Wohlgefällige sondern das Geistig-Energische u. Tiefleidenschaftliche steht hier im Vordergrund. (…) Wie irrtümlich hier verfahren wird, lässt sich leicht denken, denn jedes nur auf materielle Kraft abgerichtete männliches Gesangsorgan wird beim Versuche der Lösung der Aufgabe der neueren deutschen Musik, wie sie in einem dramatischen Arbeiten sich darbieten, sofort erliegen und erfolglos sich abnutzen, wenn der Sänger dem geistigen Gehalte der Aufgabe nicht vollkommen gewachsen ist. Im Dienste des geistigen Verständnisses zu sein ist Voraussetzung.

Sechs Wochen nach den Tristan-Vorstellungen in München, auch sang er zudem einen Erik, verstarb Ludwig Schnorr 21. Juli 1865 in Dresden. Vorher hatte er noch zu Wagner gesagt, dass ihn keine Partie auf der Bühne jemals angestrengt habe, nur das schludrige Arbeiten in den Theatern könne ihn umbringen. Denn keiner würde den fürchterlichen Luftzug abstellen, welcher eiskalt über den regungslos am Boden liegenden Sänger im dritten Akt nach großen schweisstreibenden Erhitzungen gefährde. So geschah es, er verstarb an einem Rheuma-Anfall in seinem Knie, die Partie des Tristan hat ihn offensichtlich nicht getötet. Die Uraufführung war am 10. Juni 1865 im Hoftheater München. Auch in Dresden hatte der Sänger kurz zuvor Theaterproben gesungen und seinen Kollegen gezeigt, dass er sehr wohl noch Stimme habe.

(*) Wahrscheinlich können viele Gesangslehrer dabei nicht behilflich sein, dennoch gibt es Wege das Innere Selbst des Künstlers aufzudecken und ihm verständlich zu machen. Im Frühjahr 2020 werde ich zu diesem Thema ein Workshop im Chiemgau veranstalten. Details sind erst ab Ende Januar 2020 bei mir zu erfahren: midou_grossmann@yahoo.de

Singing

Singen 2

https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Schnorr_von_Carolsfeld_(S%C3%A4nger)

 

Löse von der Welt mich los….

….oder das Wunder im Orchestergraben – Premiere ‘Tristan und Isolde’ Oper Leipzig 5.10.19

Oper Leipzig
Oper Leipzig – Richard Wagner “Tristan und Isolde” HP2 am 30.09.2019 Foto Tom Schulze Tel. 0049-172-7997706 http://www.tom-schulze.com post@tom-schulze.com

Wer – wie ich – seinen ersten Tristan 1986 in Bayreuth erlebt hat, wird diese Produktion wohl nie mehr vergessen. Das war der sagenhafte Ponnelle-‚Tristan‘, mit dem berühmten silbrigen Baum im zweiten Akt. Dazu noch Peter Hofmann und Janine Altmeyer als Titelpaar! Ich glaube, ich habe jede Aufführung damals gesehen. Löse von der Welt mich los…, das gelang grandios, alle Mitwirkenden sowie das Publikum werden das jederzeit bestätigen. Der große Zauberer Jean-Pierre Ponnelle wusste genau, wie man die Opern von Richard Wagner zu inszenieren hatte.

Der Eindruck der Leipziger Premiere ist ein gespaltener. In den Opern von Richard Wagner geht es immer um den ‚dreidimensionalen‘ (ganzheitlichen) Menschen: Körper, Geist und Seele. Auszugehen ist zudem auch von einer Wiedergeburt der Seele in einem neuen Körper. Diese Sichtweise war Wagners Philosophie und darauf basierte die Erlösung letztendlich in seinen Opern: es geht für uns Menschen in einem anderen Schwingungsfeld als Seele weiter. Nichts mit schwarzem Loch oder Nirwana, das wäre zu einfach.

Wagner sowie Schopenhauer basierten ihre Suche auf den uralten indischen Veden, auch der Buddhismus in seiner aktuellen Form ist aus dem Ur-Hinduismus entstanden. Das Schopenhauer-Archiv in Frankfurt spricht von 179 Werken, die er zu diesem Thema studiert hat, im Archiv selbst ist noch ein Rest von 125 indologischen Titeln vorhanden. Wagner schreibt ebenfalls immer wieder in seinen Aufzeichnungen von diesen uralten indischen Lehren, den Upanischaden, er liest die indischen Märchen und Sagen regelmäßig. Des Weiteren finden sich unzählige Hinweise auf dieses Thema in seinen Schriften, diese Lebensphilosophie ist ihm Trost.

Zeigt Richard Wagner mit seinem Ring des Nibelungen eine karmische ‚Gruppenhandlung‘ über mehrere irdische Leben hinweg, begrenzt er die Handlung bei ‚Tristan und Isolde‘ auf die intime Form der menschlichen Liebe zwischen zwei Menschen, die sich schon vor dem ersten Treffen in Irland in einer anderen Zeit und Form geliebt haben. Daraus ergeben sich nun die tragischen Ereignisse, alles ganz einfach letztendlich.

Theaterregisseur Enrico Lübbe traute der Geschichte wohl nicht so ganz und daher gab es noch den Co-Regisseur Torsten Buß. Gezeigt wird gutes Theater aber kein wirklich großes Musiktheater. War der erste Akt noch spannend, was hoffen ließ, wurde der transzendente zweite Akt zu einer konfusen psychologischen Parabel, die dann letztendlich mit der wunderbaren Musik aus dem Orchestergraben gar nichts mehr zu tun hatte.

Paradisi Gloria Juli 2010 Foto Midou Grossmann
Paradisi Gloria Juli 2010 Foto Midou Grossmann

Überhaupt geschah das Wunder des Abends im Orchestergraben. Intendant und GMD Ulf Schirmer sowie das Gewandhausorchester zauberten Töne in den Raum, ganz auf der Linie von Herbert von Karajan und Leonard Bernstein, welche man so lange nicht mehr gehört hatte. Schon das Vorspiel löste den Geist von der Erdenschwere und hier wurde mit geschlossenen Augen gelauscht, verpasst habe ich dann wohl  einige Hinweise hinter dem Gazevorhang. Lieber Theaterregisseur, so ist das eben mit Opernbesucher, bitte keine Vorlesungen. Die silbrigen Klänge im zweiten Akt, die ganz unterschwellig auch kontinuierliche Walzerrhytmen als Hinweis auf eine höhere Welt beinhalten, wurden durch das Versteckspiel von Tristan und Isolde empfindlich gestört, getrennt wanderten beide nervös am Bühnenrand entlang. Anfassen oder Ansehen war gar verboten.

Was aus dem Graben im dritten Akt erklang, ist so nur sehr selten zu erleben. Wahnsinnsakkorde, die Tristan auf der Bühne fehlten, peitschten das Gewandhausorchester bis an die Grenze des menschlich machbaren Musizierens. Ulf Schirmer hatte die Uraufführungspartitur von München 1865 zur Verfügung und konnte anhand der Anmerkungen erkennen, welches Klangbild Richard Wagner vorschwebte. Breiter, ruhiger Fluss, mit zugleich immer wieder starken Gefühlsausbrüchen, die wie Wellen aus einem Meer aufsteigen und verebben.

Ich gehe nicht im Detail auf das Bühnenbild von Etienne Pluss ein, es genügt zu wissen, dass man sich in einem Schiffswrack befindet, schief und dunkel das Ambiente. Viel Licht gab es daher nicht, wenngleich Olaf Freese doch einiges richten musste, wohl auch die Neonstäbe, die eine Art Rahmen auf der Bühne bildeten, aus diesem Rahmen ‚fallen‘ durften am Premierenabend nur Tristan und Isolde.

Auch gesanglich sowie darstellerisch kann man leider von keiner homogenen Leistung sprechen. Meagan Miller war sicherlich der Pluspunkt der Inszenierung. Ihr gelang es schon den ersten Akt enorm spannend zu gestalten, mit kluger Phrasierung und ausgefeilter Diktion. Sie besitzt eine schöne Stimme mit klarer Höhe, die noch wachsen kann.  Darstellerisch blieb sie ebenfalls ungeschlagen an diesem Abend, bis zur letzten Szene eine verheißungsvolle Leistung. Barbara Kozelj, die  junge Mezzosopranistin in der Partie der Brangäne, wirkte zuweilen doch unsicher, die gesangliche Linie klingt etwas unausgeglichen, abgesehen von dem berühmten Wachgesang, hier schwebte ihre Stimme mit perfektem Legato durch das Haus. Sebastian Pilgrim als König Marke zeigte eindrucksvoll wie Wagner zu singen ist, nämlich mit sprachlicher Stilsicherheit aber auch mit viel Belcanto. Er war ein weiteres Highlight des Abends.

Nun kommen wir zum Helden Tristan alias Daniel Kirch. Das ist nicht seine Partie, Kirch fehlt das heldische Timbre, auch an Ausstrahlung mangelt es ihm. Währen den ersten beiden Akten frug man sich, wie Kirch den dritten Akt schaffen wolle, seine Stimme klang brüchig und sehr baritonal, doch dann überraschte er. Es war nun eine One-Man-Show und hier konnte er gestalten ohne auf andere zu achten, es gab schöne Stellen, die durchaus beachtlich klangen, dennoch fehlte auch in dieser tragischen Szene das Gestalterische. Eigentlich war man froh als Meagan Miller ihren wunderschönen Liebestod sang und endlich mit Tristan vereint in den Kulissen entschwinden durfte. Einspringer Jukka Rasilainen als Kurwenal immer noch sehr beachtlich, ordentlich auch Martin Petzold (Hirt), Franz Xaver Schlecht (Steuermann) und Alvaro Zamrano (junger Seemann).

Mit einigen Retuschen im zweiten Akt könnte diese Inszenierung dann wohl auch für den Wagner-Marathon 2022 zu einem Highlight werden, denn wie gesagt, das Schönste kam aus dem Orchestergraben.

Nächste Vorstellung 12. Oktober

http://www.oper-leipzig.de

Copyright Midou Grossmann 2019

König Ludwig II auch Umweltschützer

“Hier freut man sich aufs Wochenende!”

Herrenchiemsee
Rückseite Blick vom Park

Das Schönste am Chiemsee ist die Herreninsel, wenngleich das letztes Schiff um 19:15 Uhr ablegt und es keine Hotels auf der Insel gibt. Also kein Touristengewusel des Nachts. Dem König würde das gefallen. Es gibt wohl einige Menschen, die auf der Insel wohnen und auch Landwirtschaft betreiben sowie einen Gasthof mit Traumterrasse. Die Natur ist also ungestört des Nachts und kann sich

regenerieren. Das macht vielleicht den größten Charme sowie den Erholungswert dieser Insel mitten im See aus. Selbst im Sommer konzentrieren sich die zahlreichen Besucher auf Schloss und Klostergebäude. Wenn man Einsamkeit auf dem  230 ha großen Naturschutzgebiet sucht, bieten die gepflegten Wanderwege ein einzigartiges Paradies mit herrlichen Aussichten auf den Chiemsee, inmitten alter Bäume und einer seltenen Tier- und Pflanzenwelt. Dabei wäre die Insel fast einmal abgeholzt worden von einer württembergischen Holzverwertungsgesellschaft. König Ludwig II. von Bayern verhinderte dies und kaufte 1873 die ganze Insel für 350.000 Gulden, um ab 1878 hier sein „Neues Schloss Herrenchiemsee“ zu errichten. Während den Bauarbeiten richtete er sich eine Wohnung in dem alten Klosterbau ein, der noch  heute ‚Altes Schloss‘ genannt wird. Continue reading “König Ludwig II auch Umweltschützer”

More photos about Wagner and the King!

All photos taken at Herrenchiemsee Germany – copyright Midou Grossmann
The stage sets are for Tannhäuser which König Ludwig had given the order.  You can also see a note book of the king with the symbol of the holy grail. And the model of the Wagner Festival House for Munich. The two busts are of RW and the King, Festspielhaus Bayreuth.

Also photos of Hans von Bülow and Cosima von Bülow – Later Cosima Wagner. Hans von Bülow did conduct exclusively in Munich all Wagner operas and other concerts for the King till his departure for Italy.
c_h

 

The Window to ‘Reality’?

“Think of a window. It allows us to see whatever is outside. Quantum physics, which, to me, is a visionary window, produces a much more puzzling view. As a result, you may well look at everything in a new and amazing way.” (Amit Goswami Ph.D., Consciousness Scientist)

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If people would turn away from hatred and envy, going forward towards true understanding and longing for peace this planet could become in a short time a good place to live.

The last decades have brought more and more tensions on so many levels of society. People are ready to explode since most are longing for a harmonious life in a safe and healthy surrounding. But many challenges do keep us far from this simple goal. Do you know the expression quantum leap? Going out, being creative, and using the highest creative power in a dynamic way to improve a situation. Yes, this is what is needed. Going above the so called daily routine. A discontinuous mouvement is known as a quantum leap. So please do go into your true inner self and disrupt routine, find this divine spark which is your birthmark from heaven. Start to be true to yourself again. All will be well. Especially in art we need this kind of thinking since now art starts to be fully controlled by an old stagnant way of egoistical thinking. But art should guide people to reach out for the higher self, awaken a desire to become better people. We do not need these endless boring productions of operas which do show us how bad everything is now and these concerts turning into sheer events, business as usual for the Upper Class. There is an urgent need to go hand in hand with the composer and show people that there can be noble and beautiful moments despite seemingly chaos.

“Therefore, since atoms are possible movements, molecules are possible movements, and neurons are possible movements, it follows that the brain itself is a possible movement. Right? But that means that consciousness, if it is created by the brain, is also a possibility!” (Amit Goswami Ph.D., Consciousness Scientist)

Copyright Midou Grossmann 2019 Text and Photo

 

Summer Festivals – Opera Festivals Wagner’s ‘Ring des Nibelungen’

YouTube – Götterdämmerung Bayreuth 1979

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Copyright Midou Grossmann – Bayreuth Haus Wahnfried – all the stars….

This is the first summer since 1985 that I have nothing at all planed regarding a festival visit. I have seen much around the world and I got a bit tired of the ‘merry go around’ of masterpieces dressed up in so called modern interpretations. I just did watch the 1979 ‘Götterdämmerung’ from Bayreuth on YouTube and cant refrain to put some more thoughts about Richard Wagner and his opera on paper.

Though I haven’t seen the famous ‘Chéreau-Ring’ in Bayreuth, I have watched many videos about this production during the decades. But my first meeting with this splendid art work was during a stay at Pflaums Posthotel near Bayreuth, a famous hotel ‘dedicated’ to Wagner.  One could sit next to a fire place and watch videos. I can say that during these years Bayreuth still a profound flair of art and music on a very familiar level though the many international true opera lovers gave the town a festive ambiance in summer. Spending also much time in Bayreuth during the year round, doing research in the archives, I did plunge much deeper in family and town history. Interesting insights on all levels.

Excursions into the country side had a special charme, unchanged since maybe ages. Remembering spending some nights at a small castle-hotel outside the city in winter. I was the only guest and one night I could not drive up there because of icy snow, parked my car in a farmers yard at 2am and had a romantic walk up under the stars to the hotel. Had to awaken the manager since I did not have my key for the front door.

Watching the Chéreau vidoes again today I can say that this production is still a brilliant highlight for me. From 1985 – 2007 I did go regularly to the Bayreuth Festival and have seen most productions there and of course also the ‘Ring’- Cycles. 1986 I did see and like the last performance of the Hall-Ring and contrary to all the negative comments by the media the public did give an enthusiastic farewell applause which took forever. I still remember a fabulous Hildegard Behrens and Peter Schneider conducting.

After this came the ‘Ring’ from Harry Kupfer with Daniel Barenboim in the pit. The transcendental approach towards Wagner’s operas started to fade away. Compared to Pierre Boulez’ conducting in the ‘Chéreau-Ring’ this was certainly not a good match. It did seem that a philosophical understanding was not an approach anymore to be seen in Bayreuth often, though ‘Tristan’ from Jean Pierre Ponelle was another highlight regarding aesthetics and interpretation. I did see the last performances in 1986 several times and suffered through with Peter Hofmann one time, when he was sick and could barely sing the 3rd act. A kind of pseudo romantic ‘Ring’ could be seen 1994-1998 staged by Alfred Kirchner and James Levine conducting with much PR about the stage by Rosalie, with whom I had an interview and discovered that her knowledge about the Ring was poor. During those years I did meet, talk and interviewed many so called famous opera people in Europe and in the United States. Most of them still had a highly idealistic approach towards their art work. One name: Günther Schneider-Siemssen who worked with Herbert von Karajan for many years, together they did put magic on the stage with deep impact on souls. Also Stefanos Lazaridis was a Master of stunning stage stettings – mostly for the Bregenz Festival – but he and Keith Warner did a great ‘Lohengrin’ at Bayreuth. The Scala ‘Ring’ with Muti tried to be romantic but without depths.

The last ‘Ring’ I did see in Bayreuth was the production of Jürgen Flimm and Guiseppe Sinopoli which I do not remember at all. But I did like the Götz Friedrich production at Deutsche Oper Berlin which I did see 2-3 times. I did follow the new ‘Ring’-Production at the Met with Günther Schneider-Siemssen which was very good but I must say that the ‘Chéreau-Ring’ had much more substance and did show the deep philosophical dimensions of the art work in a pure and convincing style, similar to the Old Greek Drama tradition.

After having ‘suffered’ through Katharina Wagner’s ‘Meistersinger’ in 2007, I did never return to Bayreuth and still do not understand why this highly outstanding festival is now handled like a franchise family chain, without wanting to insult the artists who give much each summer. Certainly this insensitive approach was never the goal of Richard and Cosima Wagner who might by now have closed the place.

The actual ‘modern’ productions do not help art, we must not forget how to read the librettos and of course the music and show the drama intended by the composer, which cannot be replaced with dull superficial scenery. Our existence is (at the least) a long story – maybe a fight through many incarnations – and to stage Wagner’s operas without these aspects does not correspond with his intentions.

During the season 2019 an opera house started to stage ‘Götterdämmerung’ as a start of the ‘Ring’. Why this ? Maybe as a reason to get headlines in the media? Though in the ‘Götterdämmerung’ many happenings can be seen in a kind of retrospection, still this is not a good thing to do since the entire drama will not unfold fully and in depth.

With all the problems we do have on the planet nowadays a consideration of the possibility of reincarnation might be helpful and the operas of Richard Wagner are based on this fact. To belittle them and make a good show with sex, drugs and fun as main message is a total misuse of art and life and does not reflect the language of the music.

I only can wish that the opera hype and event celebration of opera productions might turn into a true artistically experience again, the world could heal better by this approach.

Excuse my English but I have written in this language since more people can share my feelings.

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Copyright Midou Grossmann 2019