Classical Music And Its Healing Power

Rhythm means vibratory energy in music; it is the most important tool. People react to rhythm; rhythm can be health, inspiration, a broader perspective of mind. For musicians it is the first duty to present the rhythm hidden in the music! Also so called ‘atonal music’ does have a rhythm.

Spoken words are sounds occasioned by the vibrations of thoughts; thoughts are vibrations sent forth by ego or soul. Every word you utter should be potent with soul vibration. A man’s words are lifeless if he fails to impregnate them with spiritual force. The same goes for the musician. His music is stall if not impregnated with spiritual force. And the conductor has the duty to rouse the consciousness of the entire orchestra towards this higher state of mind.

A quote from the Chandogya Upanisad:
‘ the essence of all beings is earth,
the essence of earth is water,
the essence of water are the plants,
the essence of plants is man,
the essence of man is speech,
the essence of speech is the RgVeda, (poetry)
the essence of RgVeda is Samavda,(music)
the essence of the Samaveda is the Udgita (which is OM).
that Udgita is the best of all the essences, the highest,
Deserving the highest place, the eighth.’

Poetry is subtler than prose, it’s rhythm producing a higher unity and loosens the fetters of our mind.
But music is subtler than poetry, it carries us beyond the meaning of words into a state of intuitive receptivity.

It seems that not many conductors of today’s musical scene are aware of these topics and if they are, they do not know how to reach the dimension where music becomes magic. All this is also valuable for singers, choirs and so on. Spiritual force should be the goal for all art but at its highest form is found in music.

copyright Midou Grossmann 2018

 

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Dem Glück auf der Spur – Traditions-Kurort ganz im Trend der Zeit

Bad Wörishofen im Frühling

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Eine Kneipp-Wasserkur ist heute aktueller denn je zuvor. Zwar wird Sebastian Kneipp immer als der Erfinder genannt, doch er brachte nur eine alte Heilmethode wieder in das Bewusstsein einer breiteren Bevölkerungsschicht.

1849 erkrankte Kneipp selbst an Tuberkulose und entdeckte zufällig das Buch ‚Unterricht von der Heilkraft des frischen Wassers‘ von Johann Siegmund Hahn. Daraufhin badete er mehrfach einige Augenblicke in der eiskalten Donau bei Dillingen und wurde schnell wieder gesund. Fortan ließ ihn das Thema nicht mehr los und er folgte konsequent seiner Intuition, ohne aber seine theologischen Studien zu vernachlässigen. Nicht nur den Wasseranwendungen galt sein Interesse, auch in der Landwirtschaft und in der Botanik erlangte er ein tiefes Wissen. Im Mai 1855 wurde Kneipp Beichtvater und Hausgeistlicher im Kloster der Dominikanerinnen in Wörishofen, baute hier seine Heilmethode weiter aus, schon 20 Jahre später setzte ein reger Kurbetrieb ein. Auch heute noch vertritt dieser Ort vorbildlich die Geistes- sowie Heilprinzipien des Sebastian Kneipp.

Die Stadt – mit ca. 15.000 Einwohnern – konnte sich ihre familiäre Ursprünglichkeit bewahren, wenngleich dort unzählige Kurhotels sowie Privatunterkünfte auf die Gäste warten. Man spricht von über 700.000 Besuchern pro Jahr. In Bad Wörishofen sind aktuell fast alle Naturheilverfahren im Angebot. Auch Ayurveda sowie Yoga sind fest verankert in den Behandlungen. Gerade für den heutigen Menschen, in einer Umwelt, die immer schnelllebiger wird, die die Menschen zu verschlingen droht im digitalen Alltag, findet sich in der Stadt in Allgäu eine große Angebotspalette. Kein Wunder, dass auch Psychosomatik sowie Burn-Out-Symptome hier im Vordergrund stehen.

Sebastian Kneipp setzte auf drei Säulen: Wasser – Natur – gesunde Ernährung. Damit trifft er ganz den Zeitgeist. Schade nur, dass der Bachlauf mitten durch das Städtchen in ein Betonbett gedrängt wurde, wohl auch aus Angst vor Hochwasser. Doch gerade das Wassertreten in freier Natur, in einem natürlichen Flussbett, sollte im Sommer in der Kneipstadt wieder möglich sein. Dies wäre auch möglich außerhalb der Stadt, denn dort schlängelt sich das Flüsschen malerisch durch einen Wiesengrund. Ein einfacher Zugang anhand kleiner Stufen könnte zum neuen Treffpunkt werden im Sinne des Sebastian Kneipp, dessen Worte: „Vergesst mir die Seele nicht“ aktuell wieder ganz im Mittelpunkt stehen sollte. Er war sich sicher, Leib und Seele sind eine untrennbare Einheit, wenn es um Gesundung geht. Psychosomatische Zusammenhänge werden heute bei vielen Krankheiten als Auslöser gesehen. Ein wichtiger Faktor hier ist zudem auch die Prävention, eine gesunde Seele wird nicht so schnell krank.

Dem Glück auf der Spur ist man auch auf dem Barfußpfad in Bad Wörishofen, auf dem man immer wieder glückliche Menschen trifft, die einfach begeistert sind von dieser Art der kindlichen Fortbewegung. Die liebliche Landschaft des Allgäus wird von sanften Wiesen, Wäldern und kleinen Hügeln dominiert, die bestens für Wanderungen zu Fuß oder mit dem Rad geeignet sind. Wer nicht gerne allein wandert, für den gibt es unzähligen Themenwanderungen, denen man sich anschließen kann. Dann gibt es seit 16 Jahren noch die Therme Bad Wörishofen, die zudem mit einer Südsee-Abteilung unter Palmen aufwarten kann. Also, für alle Geschmäcker ist etwas zu finden. Doch ganz groß steht Regeneration sowie Prävention über allen Angeboten, die in einer erstaunlich intakt gebliebenen Infrastruktur fast alle zu Fuß erreichbar sind.

Unterbringungsangebote sind in allen Preisklassen vorhanden, vom 5-Sterne-Hotel bis hin zu Privatunterkünften. In vielen Hotels und Pensionen ist ein Kurpacket buchbar, aber auch der Individualist ist dort gut aufgehoben und kann sich seinen Speisen- sowie Kurplan selbst zusammenstellen. Bad Wörishofen kann auch mit seinem Einzelhandel mit jeder größeren Stadt konkurieren, gemütliche Cafés sowie Restaurants sind in überall in den Straßen der Innenstadt zu finden. Und zu guter Letzt gilt es zu vermelden, dass Elektrosmog-Empfindsamkeit auch hier keine Chance hat, die Mobilfunkantennen beherrschen noch nicht die Dächer der Stadt. Also, in Sachen Gesundheit kann man entspannt sagen: warum denn in die Ferne streifen, wenn das Gute vor der Haustür liegt.

http://www.bad-woerishofen.de/
© Text und Fotos Midou Grossmann 2014

What about the End of Life?

Where would you like to stand?

We all will be old one day….! Do help to change the situation for yourself or family members.

http://www.weltexpress.info/cms/index.php?id=6&tx_ttnews%5Btt_news%5D=47865&cHash=48977dd8fdf9c703893a3705c5f0ba7d

http://www.fr-online.de/politik/pflegenotstand-in-deutschland-pflegepersonal-aus-der-schwestern-fabrik,1472596,22200850.html

Millions for sport events…Budget of Bayern München next year 260 million euros….at least they should give 10% of their profits for social projects.

Franz Liszt – Jahre in Rom und Tivoli

Für jeden ernsthaften Musikfreund zeigt sich Ernst Burgers drittes Liszt-Buch ‚Die Jahre in Rom und Tivoli‘ als ein wahres Wunderbuch. Wer weiß schon, dass Rom mit zu den bedeutendsten Wohnstätten Liszts gehört hat? Alle sprechen zumeist nur von Weimar und Budapest, doch die letzten 25 Jahre seines Lebens verbrachte Liszt überwiegend in Rom und Tivoli. Doch schon 1839 verbringt er zusammen mit Marie d’Agoult einige Zeit in Italien und auch davon findet der Leser in Burgers Buch sorgsam ausgewählte Briefe, Aussagen von Freunden und Zeitzeugen. Obwohl vom antiken Rom begeistert, waren beide von der Stadt doch ziemlich enttäuscht. Marie bezeichnet das antike Rom ‚überwältigend‘, das katholische Rom allerdings ‚armselig und abgeschmackt‘, und ihre Stadtplanung liest sich so: „Wenn ich Herr von Rom wäre, so würde ich das ganze moderne Rom niederreißen lassen und verbieten, es jemals wieder aufzubauen. Ich würde den Römern eine Stadt in Ostia oder anderswo erbauen und in Rom nur eine lange Straße für Hotels lassen. Rings um die Ruinen wurde ich weite Gärten anlegen.“

Franz Liszt schreibt im Jahr 1839 an Hector Berlioz: „Da ich entschlossen war, nacheinander die bedeutendsten Städte Italien zu bereisen, aber mich in keiner länger niederzulassen, wäre es sinnlos gewesen, auf andere einwirken zu wollen und mir eine Aufgabe zuzuweisen, mit der ich nur nutzlos meine Kräfte vergeudet hätte. (…) Ein weites Feld tat sich vor mir auf. Die Musik der Sixtinischen Kapelle, diese Musik, die wie die Fresken Raffaels und Michelangelos von Tag zu Tag mehr entstellt wird und verblaßt, führte mich zu höchst interessanten Forschungen. (…) Das Schöne erschien mir in diesem privilegierten Land in seinen reinsten und erhabensten Formen. Die Kunst bot sich meinen Augen in ihrer ganzen Herrlichkeit dar; sie enthüllte sich mir in ihrer Universalität und in ihrer Einheit.“

Burgers großer Bildband, mit unzähligen interessanten Abbildungen, teilweise Erstveröffentlichungen, enthüllt mit einer ungeheuren Eindringlichkeit die Großartigkeit des Künstlers Franz Liszt – gleichermaßen Musiker, Visionär und Philosoph. Mit beeindruckender Genauigkeit hat Burger ein bezwingendes Porträt gezeichnet, das diese wichtige Lebensphase Liszts sowie sein großartiges Künstlertum in den Mittelpunkt stellt.

(Franz Liszt – Die Jahre in Rom und Tivoli – Schott Verlag 2010)

Nun sind wir wieder Papst

Nun sind wir wieder Papst! Interessant, wie sich die gesamten Medien auf das ‚Event‘ stürzen. Auch beim stillen Gebet des Papstes im Erfurter Dom hörte das Klicken der Kameras nicht auf. Hier stellt sich die Frage für mich, ob religiöses Empfinden in unserer Gesellschaft einfach nicht mehr respektiert wird. Ja, ich störte mich an diesem Klicken der Kameras während der Papst vor dem Altar kniend betete. Die Oberflächlichkeit der aktuellen Gesellschaft wurde mir in diesem Moment wieder einmal bewusst, das Schlimme daran ist wohl, dass vielen Menschen dieses überflüssige Eindringen in einen sehr persönlichen Moment des Papstes gar nicht aufgefallen ist.

Die Geschichte der Reformation wurde in Erfurt erneut aufgerollt. Eigentlich sollte die Trennung der christlichen Kirchen in Deutschland schon lange gekittet sein. Irgendwie wirkt dieses Gerangel um Kompromisse oder Zugeständnisse doch überholt, etwa wie Sandkastenspiele, verglichen mit den wirklich großen Probleme dieser Welt. Auch scheinen viele Menschen spirituell viel einsichtiger zu sein, als sich die Kirchenvertreter in Erfurt zeigten. Daher klingen die Forderungen von Katrin Göring-Eckhardt, die Präses der Synode der EKD, während des ökonomischen Wortgottesdiensts im Augustinerkloster befremdlich. Sie fordert die Menschen dazu auf von anderen religiösen Ideologien Abstand zu nehmen, zudem wurde für eine Ausdehnung der christlichen Kirche gebetet. Das wirkt recht missionarisch, wenn dann noch der Wunsch geäußert wird, in die Welt hinaus zu wirken.

Wenn man seit Jahrhunderten keine Einigung über ein gemeinsames Abendmahl unter Christen finden kann, dann frage ich mich, wie schwer es für die Vertreter der christlichen Kirchen sein wird in einen tiefen Dialog mit den anderen großen Weltreligionen einzutreten, einem Dialog, der brennend notwendig wäre. Aus dieser Sicht wirkt das Bemühen der christlichen Kirche, obwohl mit lauterer Absicht getan, ziemlich befremdlich und sogar rückständig. Das Christentum sollte die Menschen da abholen, wo die meisten schon stehen, nämlich inmitten einer Suche nach den Mysterien der menschlichen Existenz. Hier geben Kirche und Papst keine Antworten oder gar Hilfestellungen. Anleitung das Göttliche in dem Menschen selbst zu finden und direkt zu erfahren sind selten. Sind wir Deutschen wirklich so unflexibel, wie es das Auftreten der Kirche in Erfurt vermuten lässt? Wenn ja, wäre dies eine Situation, die Angst machen könnte, denn sehr viel weiser als zu den Zeiten eines Martin Luthers scheint man tatsächlich immer noch nicht zu sein.

Franz Liszt und seine letzten Tage in Bayreuth

Pünktlich zum 200. Geburtstagsjahr von Franz Liszt hat Ernst Burger wieder eine sehr lesenswerte Liszt-Hommage veröffentlich. Nach seiner grandiosen Ehrung in Buchform von 1986 (100. Todestag ), erschien nun im ConBrio Verlag ‚Franz Liszt – Leben und Sterben in Bayreuth‘. Darin beleuchtet Burger noch einmal das einzigartige Verhältnis der beiden Giganten Franz Liszt und Richard Wagner. Er lässt Zeitzeugen sprechen, bringt einige Berichte sogar zum ersten Mal in die Öffentlichkeit, wie auch interessante neue Fotografien. Hier sprechen die Betroffenen selbst, und es wird viel Falsches berichtigt, das im Laufe der Jahre von verschiedenen Autoren einfach ohne gründliche Prüfung übernommen worden ist.

Ohne Franz Liszt und dessen Tochter Cosima Wagner, würden die Bayreuther Festspiele wohl nicht bestehen, und gerade diese beiden werden immer wieder gegeneinander ausgespielt. Für Franz Liszt war Cosima eine wichtige Bezugsperson, etwas verschämt schreibt er einmal, dass er für sie immer eine besondere Liebe empfunden habe, entschuldigt dies mit Cosimas Zerbrechlichkeit in der Kindheit.

Franz Liszt starb am 31. Juli 1886 in Bayreuth und Cosima sagte kurz vor ihrem Tod zu ihrer Tochter Daniela: „Ich kann dir nicht aussprechen, wie es mich rührt, wenn ich an Großpapas Franziskanerkapelle hier denke und dass er hier ruht; das haben die Sterne gewollt, da wir nicht miteinander leben konnten (…) Ich kannte Großpapa vielleicht anders, wie man ihn sonst kennt. Er fehlt doch sehr als Persönlichkeit und ich möchte sagen als Hilfe.“ Der Vorwurf, den man oft hört, dass Cosima ihren Vater einsam und getrennt von all seinen Freunden habe sterben lassen, ist eine oberflächliche Behauptung, die nun mit den Tagebüchern von Lina Schmalhausen widerlegt wird.

Der französische Musikwissenschaftler Pierre-Antoine Huré hat 1987 für sein Buch ‚Liszt en son temps’ in den Weimarer Archiven die Aufzeichnungen von Lina Schmalhausen eingesehen und schon teilweise veröffentlicht, 2002 folgte Alan Walker mit nicht ganz exakten Zitaten, in Ernst Burgers Buch sind diese Aufzeichnungen zum ersten Mal in voller Länge zu lesen. Lina Schmalhausen empfand für Franz Liszt eine schwärmerische Jungmädchenliebe, der sich der alternde Musiktitan wohl nicht entziehen konnte. Lina war in Bayreuth als Liszt dort mit einer Lungenentzündung erkrankte und saß in den letzten Tagen fast ununterbrochen vor dem Fenster des Sterbezimmers. Sie beobachtet alles, was in dem Zimmer vorging und berichtet von den vielen Besuchen Cosimas, denen der Kinder sowie von den anwesenden Freunden, auch kümmerten sich verschiedene Ärzte um Liszt. In den wenigen Momenten, in denen Liszt nur von seinem Diener Mihal und Bernard Stavenhagen betreut wird, schleicht Lina sich an das Bett des Meisters und wird von Cosima sogar im Sterbezimmer geduldet.

Wieder einmal bewegt uns das Leben des großen Musikers Franz Liszt, der als Weltbürger gelebt hat, seiner Zeit weit voraus war, und der sich vielleicht nur aus Rücksicht auf die Fürstin Wittgenstein nicht permanent in Bayreuth niedergelassen hatte. Denn aus künstlerischer Sicht waren für ihn Richard und Cosima Wagner eine Art wirkliche Heimat.