The Window to ‘Reality’?

“Think of a window. It allows us to see whatever is outside. Quantum physics, which, to me, is a visionary window, produces a much more puzzling view. As a result, you may well look at everything in a new and amazing way.” (Amit Goswami Ph.D., Consciousness Scientist)

cropped-bregenz2_2017.jpg

If people would turn away from hatred and envy, going forward towards true understanding and longing for peace this planet could become in a short time a good place to live.

The last decades have brought more and more tensions on so many levels of society. People are ready to explode since most are longing for a harmonious life in a safe and healthy surrounding. But many challenges do keep us far from this simple goal. Do you know the expression quantum leap? Going out, being creative, and using the highest creative power in a dynamic way to improve a situation. Yes, this is what is needed. Going above the so called daily routine. A discontinuous movement is known as a quantum leap. So please do go into your true inner self and disrupt routine, find this divine spark which is your birthmark from heaven. Start to be true to yourself again. All will be well. Especially in art we need this kind of thinking since now art starts to be fully controlled by an old stagnant way of egoistical thinking. But art should guide people to reach out for the higher self, awaken a desire to become better people. We do not need these endless boring productions of operas which do show us how bad everything is now, these concerts turning in sheer events. There is an urgent need to go hand in hand with the composer and show people that there can be noble and beautiful moments despite seemingly chaos.

“Therefore, since atoms are possible movements, molecules are possible movements, and neurons are possible movements, it follows that the brain itself is a possible movement. Right? But that means that consciousness, if it is created by the brain, is also a possibility!” (Amit Goswami Ph.D., Consciousness Scientist)

Copyright Midou Grossmann 2019 Text and Photo

 

Advertisements

„Z“– er lebt – der wissende Mensch

Eindrucksvolle deutschsprachige Uraufführung der Oper von Minas Borboudakis im Rahmen der Festspielwerkstatt der Münchner Opernfestspiele 2019 – Bayerische Staatsoper.

Für ältere Besucher der Premiere war es ein Erinnern an den Kampf der Demokratie in Europa, jüngere Besucher empfanden eine fesselnde Aktualität, die durchaus noch eine aktuelle Berechtigung besitzt. Hellas stand schon immer für einen kompromisslosen und emotionalen politischen Weg, Freiheit im Ausdruck der Menschlichkeit war ein Credo, das dennoch oft mit Füßen getreten wurde. Im November 1966 veröffentlichte Vassilis Vasilikos seinen Tatsachenroman „Z“ in Griechenland. Der Schriftsteller hatte das Attentat auf den führenden Politiker der griechischen Linken Grigoris Lambrakis zur Grundlage für seinen Roman genommen, die Verfilmung von Costa Gavras machte das Buch zum Weltbestseller.

Das Buch und der Film bildeten die Grundlage für das Musiktheater „Z“, das als erstes Auftragswerk der neuen Griechischen Nationaloper 2018 in Athen uraufgeführt wurde. Wie im Roman, überlappen sich auch in der Oper verschiedene Bewusstseinsbereiche. Die Stimme des Opfers erklingt zu Beginn über Lautsprecher und sendet ein starkes Signal: „Die Toten reden nicht, sie sind ohne Stimme, und selbst wenn, erreicht sie uns’re Ohren doch nicht. Doch sie leuchten ganz schwach wie eine Lampe, die in der Ferne schimmert. Ihr Licht ist kraftlos, doch bricht es sich Bahn. Es gibt uns Zeichen.“

Betrachtungen über Gut und Böse, Integrität und Opportunismus, Mitläufer und Mutige haben zu jeder Zeit eine Berechtigung und daher berührt diese Oper auch so stark. Der deutsche Text wurde brillant von Michaela Prinzinger verfasst und die Regie von Kevin Barz agiert sehr ausdrucksstark auf einer Lauffläche von 32 Meter in der Reithalle München. Wie ein Film entwickelten sich hier die packenden Bilder über eine Straße des Geschehens, von beiden Seiten der Zuschauerblöcke zu sehen. Die Projektionen auf  Gazevorhängen wirkten doppelseitig, die Sänger/Schauspieler agierten ebenso.

Über allem stand die geniale musikalische Handlung komponiert von Minas Borboudakis, der auch selbst dirigierte, und das sehr eindringlich. Die vielschichtige Partitur darf vordergründig als minimalistisch bezeichnet werden, dennoch beherrschten eindringliche Spannung sowie dynamische Klangentwicklung durchgehend den Raum. Öfters wurde das Geschehen vom Chor kommentiert, das antike Drama Griechenlands war allgewärtig. Das Kammerensemble von 11 Musikern interpretierte diese Musik mit großem Einsatz, über die Minas Borboudakis selbst sagte: „Die große Herausforderung wird sein, diese Klangatmosphäre herzustellen. Denn besonders die Monologe sind sehr filigran, mit sehr wenigen Mitteln und sehr speziellen Klängen, mit speziellen Techniken und mit der Einbindung von Elektronik. Es spielen viele Faktoren mit und das zu dirigieren, ist ein bisschen wie Chirurgenarbeit. Für den Schauspieler sind die rhythmischen Passagen eine Herausforderung. Es gibt einige Stellen im Stück, in denen er den Text von mir rhythmisierst in der Partitur bekommt, ihn aber trotzdem auf natürliche Art sprechen soll.“ All das gelang bestens, und das gesamte Werk entwickelte sich mit einer Komplexität, deren schwingendes Element so vorab gar nicht vorstellbar gewesen war.

Alle Protagonisten zeigten größte Identifikation mit den Rollen und der große Applaus des Publikums belohnte dies auch. Zu erwähnen sind von vielen die Hauptdarsteller Edmund Telgenkämper als Z, Simon Bailey als skrupelloser Archosaurier. Joshua Owen Mills als Mörder Grille zusammen mit Krabbe Long Long. Sehr berührend auch Noa Beinart in der Rolle der Frau des Opfers/Seele.

Sicherlich wird sich dieses Werk auf den Bühnen behaupten können, wünschenswert wäre auch eine Inszenierung an einem großen Haus, da es hier doch um mehr geht, als um ‚nur‘ einen politischen Mord. Die gesamte Handlung wird geprägt von philosophischen und seelischen Aspekten, die gerade heute wieder so notwendig sind für eine Betrachtung der Welt.

z_muc1  borboudakis_1

Fotos copyright Midou Grossmann – Szene München – Minas Borboudakis

Weitere Vorstellungen 3., 5., 7. Juli 2019, Reithalle München

 

Belcanto! Wanting to sing ‘deep’?

For a classical opera singer talent does build a base of maybe 30%!

Studying the basic technics for some years another 30%!

But this is often not enough for a successful career as a soloist. The last 40% which will provide enough stamina and determination, self-trust, and the power to pursue a long career are based mostly on psychological and spiritual tools.

In Wahrheit ist das Instrument des Sängers der ganze Mensch mit all seinen
seelischen und körperlichen Spannungen. Selbst die Zweiteilung des Instruments ist zuletzt zwanglos aufgelöst. (Franziska Martienssen-Lohmann – berühmte Gesangslehrerin)

In allen Gesellschaften hatte die Musik eine hohe Bedeutung. In den alten Sagen kann man lesen, dass die Musik bereits vor langer Zeit als eine Art Lebenselixier galt. (Herbert von Karajan)

I have studied these ‘interior dimensions’ of success since more than thirty years and I am confident that I could help many talents to prosper during many years in harmony with creative abundance and self awareness. See my flyer, do not hesitate to contact me if you feel that this could enforce your artistic and human potential.

Love and Light – MIDOU

Singing

Haben Künstler einen Auftrag?

255px-Philipp_Friedrich_von_Hetsch_-_Schiller_als_Regimentarzt_(1781-1782)

Friedrich von Hetsch – Schiller als Regimentsarzt

Sommerzeit – Festspielzeit – hat Kunst noch eine gesellschaftliche Relevanz?

Reflexionen während einer ‚Mondfinsternis‘

Heute Morgen beim Aufstehen fiel mein Blick auf Rüdiger Safranskis Schiller-Biographie in meinem Bücherregal. Sofort dachte ich wieder an die Schelte, die ein Politiker kürzlich Schiller angedeihen ließ, weil dieser Kunst als eine ‚moralische Anstalt‘ bezeichnet hatte. Schiller war eine außergewöhnliche Persönlichkeit, Künstler und Philosoph gleichermaßen, und man sollte ihm das Wort ‘Anstalt’ verzeihen, da es sicherlich zu Schillers Zeiten für Schule, Universität stand.

Der Untertitel der Biographie lautet: Die Erfindung des Deutschen Idealismus. Schiller trat für eine Geisteshaltung ein, die man auch humanistisch nennen darf. Ein Lichtstrahl in dem Grau des damaligen Alltagslebens. Er hatte es schwer, aber konnte sich letztendlich durchsetzen. In Jena stürmte man sozusagen den Saal bei seiner ersten Vorlesung, sodass man mit der gesamten Zuhörerschaft einfach durch die Stadt wanderte, um in einen größeren Saal zu übersiedeln.  Diese Völkerwanderung beunruhigte die Ordnungshüter und man dachte an Revolution. Ob Schiller heute noch derselbe Erfolg beschieden wäre, wage ich fast zu verneinen. Humanistische Bewegungen, Spiritualität, sind etwas untergegangen in den Turbulenzen, die ein Überleben im globalen Wettbewerb so mit sich bringt. Man spricht von einer Verrohung der Gesellschaft, doch im Gegensatz zu damals, finden viele Menschen dies auch notwendig und versuchen keine Änderungen herbeizuführen, auch weil man Politiker hat, die den Abbau eines Sozialstaats vorantreiben. Eine Sozialsystem, das zwei Weltkriege überlebt hat, soll nun nicht mehr finanzierbar sein. Eine ungeheuerliche Einstellung, die aber so manchen Menschen gar nicht interessiert.

Natürlich haben Künstler auch heute noch eine Sonderstellung in der Gesellschaft. Nur ist es selten, dass sie sich wie Schiller mit gesellschaftlich, philosophischen Gedanken, die eine ästhetische Erziehung des Menschen voraussetzen, beschäftigen. Aktuell darf man wieder vermehrt von einem geistigen Niedergang sprechen. Die Aussage eines Intendanten: Kunst habe die Aufgabe das Bewusstsein der Menschen positiv zu verändern, zu erhöhen, war vor 30 Jahren noch eine Selbstverständlichkeit. Doch wer aktuell eine Opern- oder Schauspielaufführung besucht, darf mit einer willkürlichen Besitzübernahme der Werke zwecks ‚Egolifting‘ rechnen. Geradezu penetrant wird jeder ästhetische Gedanke ausgemerzt und mit billigem Gedankengut ersetzt.

Wenn ich nur an die Opern von Richard Wagner denke, die von A-Z auf eine geistige Weiterbildung des Menschen setzen, so werden diese immer vermehrt in das Gegenteil verdreht. Das hat gerade wieder die ‚Lohengrin‘-Premiere in Bayreuth gezeigt. Und so etwas ist Vorsatz. Wenn am Ende einer Oper, die als Kernaussage das Vertrauen in eine höhere Macht beinhaltet, nun doch das Dunkle siegt, ist das sehr traurig. Auch die dunkle, blaue Ausstattung sowie die lächerlichen Kostüme wurden meiner Ansicht nach absichtlich entworfen, um die positive Aussage des Werks zu eliminieren. Sehr gut bezahlt wurden alle für diese Arbeit. Muss eine Gesellschaft so etwas tolerieren, an einem Ort, der mit öffentlichen Geldern gefördert wird? Nein, Kunst darf nicht alles! Ein Friedrich von Schiller steht mit seinen Forderungen immer noch im Raum und ist aktueller als vielleicht in seiner damaligen Zeit.

Copyright Midou Grossmann 2018